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Das jüngste Gerücht der USG

Wo Menschen miteinander kommunizieren, taucht es früher oder später auf, das Gerücht.
Wir begegnen ihm in allen Lebenslagen: am Familienfest, im Sportklub, im Treppenhaus, am Stammtisch, auf dem Marktplatz, auf dem Pausenhof, im Coiffeursalon, am Börsenring oder im Parlamentssaal - und auch bei uns und Ihnen im Büro.

Das Gerücht ist weder Lüge noch Wahrheit. Es liegt irgendwo zwischen Information und Falschmeldung und lässt viel Raum zur Interpretation. Es ist Hörensagen und Nacherzählen in Einem … ein Wechselspiel von Weglassen und Hinzuerfinden. Gerüchte geniessen einen zweifelhaften Ruf. Und trotzdem helfen wir alle tatkräftig bei der Verbreitung von Gerüchten mit. Manchmal tun wir dies unbewusst, bisweilen aber auch aus voller Lust, weil es uns ja so schön mit der Aura von Wichtig und Wissen umhüllt. Es tut ja soooo gut, ein Mistvieh zu sein!? Ob wir wollen oder nicht: Ein Leben ohne Gerüchte gibt es nicht!

Falls Sie ein brandheisses Gerücht kennen, erzählen Sie es uns. Wir warten nur darauf, Ihre Geschichte im nächsten Newsletter brühwarm weiterzuverbreiten. Aber Vorsicht: Gerüchte sind unberechenbar! Übrigens soll es jetzt in der USG Rabatt zur Bekämpfung des Januarlochs geben! Und Frau Calmy-Rey sei nur eine Figur, die von Clown Dimitri gespielt werde, sagte mir unlängst Andreas Thiel! Und Peer Steinbrück will zu den Sommerferien in Deutschland wieder die D-Mark einführen, damit sich die Deutschen endlich mal wohlverdiente Ferien mit einer starken Währung in Griechenland leisten können, nachdem die Griechen ja sowieso das ganze Jahr Urlaub auf Kosten der EU machen. Wir meinen, liebe deutsche Leser, Irland, Portugal und Spanien wären auf alle Fälle eine valable Alternative. Also kurz: Die drei geistreichsten Gerüchte, die Sie uns bis am 15. Januar einsenden, werden mit je einer Flasche St.-Saphorin belohnt. (Kein Gerücht sondern nackter Ernst!) Frischwärts: info@usg.ch

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Kalendergeschichten

Also, nach dem Weihnachtskalender, der wohl eher für Kinder gedacht ist, hat sich meine Sekretärin fürs neue Jahr einen „Umlegekalender“ bei Biella bestellt, in Krokolook-Lederprägung mit Büttenpapier und Goldschnitt!
Ob das mit Mario, ihrem neuen Freund mit süditalienischem Akzent, was zu tun hat, frage ich mich. Umlegekalender, das tönt ja so richtig mafiös nach Berlusconi, der sicher so ein Teil ständig bei sich trägt, um da die leichtgewichtigen Damen reinzuschreiben oder unbequeme schwergewichtige Kontrahenten loszuwerden – pardon umzulegen. Da lobe ich mir die simple Agenda, die man zwar auch umlegen kann, die aber eigentlich „das zu Treibende“, „zu Tuende“ meint, das man in sie reinschreiben sollte. Also moralisch durchaus einwandfrei. Ich bin sicher, der Papst hat so eine mit Präservativ hinten drin – für alle Aids-Fälle. Mit „Agenda“ meint man aber auch die Strukturierung einer Sitzung oder einer Besprechung. Agenda, das steht dann oben eingemittet auf der Traktandenliste oder der Powerpointpräsentation.

„Todo“ sagen dazu einige, die nicht richtig Englisch sprechen und das lieber andere Menschen machen lassen. Aber eigentlich sind das alles Terminkalender, die dazu dienen, Termine reinzuschreiben, damit man sie nicht vergisst. Hingegen steht im Zykluskalender der Mädels nur der Eisprung drin, damit sie wissen, wann es ideal ist, sich befruchten zu lassen. Als Marktlücke für Machos müsste man da noch als Pendant den Flachlegekalender erfinden. Übrigens heisst der Terminkalender für Manager „Time Scheduler“, weil das halt wichtiger tönt als der Umlegekalender für die Sekretärin. Also wenn Sie im neuen Jahr mal einen wichtigen Termin brauchen, um Ihre Sprachprobleme in 33 Weltsprachen zu lösen und nicht umzulegen oder platt zu machen, dann wählen Sie einfach: 031 924 24 44 oder www.usg.ch.

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Der Rubel rollt:
Bussen für Sprachvergehen in Russland

Während der Wodka nur ein paar Rubel kostet, werden jetzt die Sprachvergeher richtig zur Ader gelassen. Ein Sprachvergehen kostet in Russland zwischen 3200.– und 16 000.– Franken. Dumpfbackiges Gestammel und Lallen nach dem Genuss von geistigem Wasser ist offenbar nicht strafbar. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in der Schweiz und in Deutschland dieses neue „putinsche“ Geldeintreibungsinstrument Schule machen wird, damit die maroden Staatskassen wieder etwas gefüllt werden.
Erfunden haben es die Franzosen anno 1994, damit die französische Sprache rein wie die Seine bleibt. Benutzt eine grosse französische Firma in ihren Werbespots zu viele Anglizismen ohne entsprechende französische Übersetzung, wird sie verklagt. Das „Loi Toubon“ schützt die Franzosen vor der „Sprach-Überfremdung“ im öffentlichen Raum. So auch im Radio.

Wer in Deutschland oder in der Schweiz das Radio einschaltet, kriegt vor allem englische Musik zu hören. Nicht so in Frankreich, wo seit 1994 die gesetzliche Radioquote die Sender dazu verpflichtet, mindestens 40% inländische Musik zu spielen. Bei uns wird also weiterhin mit Migrationshintergrund getürkt, angliziert, chansoniert und italienisch cantiert was das Zeug hält.

Russland geht nun einen Schritt weiter. Firmen in Moskau drohen hohe Geldstrafen, wenn sie zu viele Fremdwörter in der Werbung benutzen. Wer also mit „sale“ oder „discount“ lockt, dürfte demnächst den Rubel los und per Gesetz zur Kasse gebeten werden. Also Vorsicht, liebe Globalplayer: ab sofort „rasprodasche“ für „sale“ und „skidki“ für „discount“! Selbst der „merchandiser“ wird so russisch zum „mertschendaiser“, ob mit oder ohne Wodka. Und McDonalds muss sein Happymeal als „chappimil“ führen, was dann deutschsprechende Bürger an Hundefutter und Müll erinnert. Wobei ich, ehrlich gesagt, das russische Wort eigentlich für das treffendere halte. Ausser ins Russische übersetzen wir auch in 32 andere Sprachen: www.usg.ch.

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