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Nachspiel!

«Me, you, f***, f***», soll der Fussballgott Cristiano Ronaldo zu einer Kellnerin gesagt haben, die ihm gefiel. Weil aber diese sprachliche Verknappung etwas sehr schienbeinschonerhaft rüberkam, sah sich der Charmebolzen gezwungen, noch ein «Me, you, kiss» nachzuschieben, worauf die Dame dann gewillt war, die Nacht mit ihm zu verbringen. «Kiss» verspricht ja doch ein wenig mehr Romantik als «f***, f***».
Aber diese beiden Kurzsätze können uns eine Menge über das heutige Verhältnis zwischen Männern und Frauen sagen.

Höfliche Menschen nennen sich in einer Aufzählung nie an erster Stelle. Ronaldo wäre daher taktvoller gewesen mit «You, me, f***, f***». Offenbar haben es begnadete Fussballer aber nicht besonders mit gutem Benimm und dem Knigge. Und auch nicht mit der Sprache. Ronaldo spielte zwar von 2003 bis 2009 bei Manchester United und müsste eigentlich besser Englisch können. Trotz Millionengage scheint aber sein Integrationsprogramm bescheiden gewesen zu sein.

Oder es herrscht bei Ronaldo ein gesunder Pragmatismus. Warum die Zeit mit Komplimenten vergeuden, wenn eine direkte Frage viel schneller ans Ziel führt? Ein Fussballer kennt nur eine Richtung: aufs Tor zu und den Ball versenken!

Als Sprachsachverständige halten wir fest: Die Kürzest-Sätze entfalten die gewünschte Wirkung natürlich nur, wenn man Ronaldo ist. Konkret: millionenschwer. Das spricht nicht für die Frauen (oder für diese Kellnerin). Aber es spiegelt die Welt, in der wir leben. Und deshalb kann man sagen, dass eine unbekannte Kellnerin aus L.A., die sich auf einen One-Night-Stand einlässt, eigentlich Torschützenkönigin ist! Denn weil sie nicht auf Verhütung bestanden hat, lassen sich an so einem guten Abend 12 Millionen Dollar rausschlagen. Soll nochmal einer sagen, Frauen verstünden nichts von Fussball!

Wenn Sie aber weltweit auf höfliche Dialoge mit Männern und Frauen Wert legen, dann möchten wir Ihnen hier nicht Ronaldo, sondern die USG Übersetzungs-Service AG empfehlen. Wir können nicht so gut Fussball spielen, dafür in 33 Sprachen perfekt dribbeln. Das tut vor allem erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen gut. Denn wir wollen ja nicht, dass der Schuss im Ausland nach hinten losgeht.

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Palinesk

Sarah Palin (Ex-Gouverneurin Alaskas und gescheiterte US-Vizepräsidentschaftskandidatin) entwickelt sich zur Sprachexpertin.
Ähnlich wie schon der gute alte Shakespeare, auch er liebte es, neue Wörter zu prägen, verschmolz sie die beiden Wörter „repudiate“ (zurückweisen) und „refuse“ (ablehnen) zu „refudiate“, was in etwa „zurückablehnen“ heissen würde.
Wir gratulieren Frau Palin zu dieser unfreiwilligen, leicht komischen Wortneuschöpfung. Es zeigt mit aller Deutlichkeit, wie es Politiker doch immer wieder fertig bringen, nicht nur das Recht, sondern auch Worte zu beugen! Gott sei Dank wurde in der Eidgenossenschaft und in Deutschland Englisch noch nicht als Amtssprache eingeführt, sonst müsste man das berühmte Zitat einer berühmten Shakespeare-Figur noch ändern in: „Something is rotten in good old Switzgermland!“.

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Blattschuss Nummer 4: Morbus „Danke gut!“

(Von Wirtschaft und Business)
Unsere vierte Blattschuss-Ausgabe beleuchtet die dunkle Seite des Managements: das „Funktionieren-müssen-um-jeden-Preis“, die Schizophrenie des Alltags und die Crux, ob man lebt, um zu arbeiten, oder arbeitet, um zu leben. Die Frage sei erlaubt: Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?
Armin Kutscher ist Theologe. Er leitet das „forum für kommunikation & unternehmensethik“ in Tübingen. Die Themen Corporate Governance und Unternehmensethik lehrt er als Dozent an verschiedenen Hochschulen in Süddeutschland. In seiner Westentasche steckt darüber hinaus das Diplom eines Orchestermusikers (Horn).
Kommentare, Kritik und Lob können Sie direkt an ihn senden:
E-Mail kutscher@kutscher-partner.de


Die Wohlgetrimmten

Warum immer mehr Menschen trotz bester Dressur bei Turnieren auf der Strecke bleiben
Immer mehr Menschen klagen darüber, dass ihr Job viel – zu viel – von ihnen einfordert. Immer mehr klagen über gesundheitliche Probleme. Trotz aller Glücksseminare, die von Motivationstrainern, Coachs oder Unternehmen der Selbsthilfebranche stündlich auf den Markt gespuckt werden, scheint sich die Lage nicht zu bessern. Der Zusammenhang zwischen Optimismus, Glück, der Verwirklichung aller denkbaren Wünsche einschliesslich Gesundheit und beruflichem Erfolg scheint zerrissen.

Das hängt damit zusammen, dass diese Griffe nach dem Glück selber ein Teil durchkalkulierter und entwürdigender Marktmechanismen sind. Es geht nicht darum, Dispositionen zu schaffen, damit Menschen glücklich werden. Es geht um Marktanteile, um die Überforderung des Einzelnen, der sich als Ware auf dem Markt anpreisen und als Produkt durchsetzen muss, und um die totale Vereinnahmung aller menschlichen Aspekte durch das Nutzenkalkül. Die Glücks-Griffe nach dem Menschen sind Übergriffe. Sie sind bestenfalls der Schleier, der sich wie ein Mehltau über die tatsächlichen Verhältnisse legt und verhindert, dass das, was krank ist, auch als krank wahrgenommen wird. Wer wissen will wie es ausgeht, klickt auf diesen LINK!

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