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Politisch unkorrekt

Politisch unkorrekt:
Peer Steinbrück hat es vorgemacht, als er die Schweizer mit Indianern verglich. Gloria von Thurn und Taxis hat es gesteigert, als sie meinte: "In Afrika sterben die Leute an AIDS, weil sie zuviel schnackseln!" Ins gleiche Horn stösst Thilo Sarrazin, der meint: ?Eine grosse Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt (...) hat keine produktive Funktion, ausser für den Obst- und Gemüsehandel.? Aber auch Guido Westerwelles Sprüche haben es in sich: ?Wer dem Volk anstrengunslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekandenz ein." Und unlängst hat im Landtag von Baden-Württemberg der Chef der SPD-Fraktion, Claus Schmiedel, die Schweiz mit einem «Schurkenstaat» verglichen. Darauf hätte Hamlet gesagt: Something is rotten in good old Germany. Aber das verstünde ja der Herr Schmiedel wieder nicht, weil der sein Englisch bei Herrn Kohl gelernt hat. Irgendwie geht da der Prominenz der Knigge ab.

Gut, gut wir machens besser im zweiten Abschnitt: Aus "Arbeitslosen" werden "Hartz-IV-Empfänger", aus "Schulversagern" "bildungsferne Kinder" und aus "Armen" "Benachteiligte". Die Amerikaner " endlich können wir was von ihnen lernen " setzen noch einen drauf: Doofe sind "mentaly challenged", Dicke "horizontally challenged". Man bedenke, dass nicht alle Zigeuner Roma oder Sinti genannt werden wollen, weder die Lalleri noch die Kalderasch noch die Jenischen. Nur schwule Fernsehköche lieben es, mit: "Na wie geht"s denn so du alte Schwuchtel!" angesprochen zu werden. Wenn dann das Dysfunktionale zudem auch noch mit Boni belohnt wird, dann sind die Banker schon lange politisch unkorrekt. In der Tat, sagen wie es ist, ist nur bei Produktbeschreibungen und Dienstleistungen hilfreich, und das können wir in 33 Sprachen. Dafür politisch korrekt!

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Warum man sich bei Simultanübersetzungen
keinen Fisch ins Ohr zu stecken braucht!

Viele träumen vom "Babelfisch", dieses kleine Wesen, das man sich ins Ohr steckt und dann einen Universalübersetzer im Hirn hat, so der Autor Douglas Adams in seinem Roman "Per Anhalter durch die Galaxis". In der Tat muss man ein Genie sein, um 10 Sprachen zu sprechen, die von 100 Millionen Menschen gesprochen werden.
Die meisten maschinellen Übersetzungssysteme scheitern daran, die verschiedenen Grammatikregeln der unterschiedlichen Sprachen in nur eine Software zu giessen. Meistens kommt gequirlter Unsinn heraus. Franz Josef Och von Google-Translate jedoch hat ein anderes System gewählt: eine Methode, die gar nicht erst versucht die Bedeutung von Wörtern zu erfassen, sondern nach Statistik geht. Also mit Wahrscheinlichkeiten, die von Vergleichstexten in zwei Sprachen errechnet werden. Die sogenannte Bayessche Entscheidungstheorie. Der britische Mathematiker und Logiker Thomas Bayes schuf im 18. Jahrhundert die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie. Josef Och hat diese neue Methode der maschinellen Übersetzung für Google-Translate in 52 Sprachen verarbeitet. Auf jeden Fall liefert seine Methode wesentlich bessere Ergebnisse als die herkömmlichen Programme.
Allerdings werden auch statistische Übersetzungsprogramme nie so gut sein wie ausgebildete Dolmetscher und Übersetzer. Aber dass man jetzt von einem arabischen oder chinesischen Text überhaupt einen inhaltlichen Kern mitbekommt, ist schon beachtlich. Noch beachtlicher hingegen sind die Leistungen unserer über 100 Übersetzerinnen und Übersetzer, die in 33 Sprachen übersetzen. Mehr über uns auf www.usg.ch oder www.usg-stuttgart.de

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Die EU ist ein guter Grieche!
(Ein paar Takte Philosophie auf Griechisch)

Die EU ist ein guter Grieche!
(Ein paar Takte Philosophie auf Griechisch)
Die EU ist eine Regierung , die verzweifelt versucht, sich ein Volk zu geben. Die EU ist kein Rechtsstaat, weil es keine Gewaltentrennung gibt. Das EU-Parlament hat nur beratende Funktion, keine gesetzgeberische, demzufolge ist es kein Parlament. Kurz: Die EU ist eine Scheindemokratie ohne Gewaltentrennung und der Euro demzufolge eine Scheinwährung!
In der EU macht jeder was er will ? zumindest die Grossen machen was sie wollen. Und die Kleinen, die drohen den Deutschen mit der Nazikeule und den anderen EU-Mitgliedern mit: entweder Geld her, damit eure Banken das Geld wieder von uns zurückbekommen (hämisches Grinsen, weil die 1. Tranche schon 110 Millionen Euro beträgt), oder wir Hellenen gehen bankrott und der Euro wird ins Ägäische Meer versenkt (jetzt grinst keiner mehr!).
Griechenland und die EU leiden an grassierendem Nepotismus. Vetternwirtschaft in der EU. Vetternwirtschaft in Griechenland. Vetternwirtschaft auch in Bern. Wer hat"s erfunden" Nein, Ricola ist diesmal aussen vor. Aber es ist eine Tatsache, dass Griechenland die schlechtesten Beamten der Welt hat und jeder vierte Grieche vom Vater Staat mit vierzehn Monatsgehältern gespeist wird und in eklektischen Phantomjobs werkelt und mit fünfzig pensioniert wird. Den Schweizern kann das eigentlich egal sein. Aber den Deutschen, die als Zahlmeister der EU mit gut 22 Milliarden zur Kasse gebeten werden, nicht. Die Deutschen füttern die EU-Larifaristaaten, dabei sind sie selbst über beide Ohren verschuldet mit schlappen 1,7 Billionen " Tendenz steigend. In diesem Klima des Schummelns, um es mal nett zu sagen, reichen sich Chauvinisten und Nationalisten die Hand. Die Sorge um den Zusammenbruch der EU ist nicht von der Hand zu weisen, weil es ja kein EU-Volk gibt, sondern nur einzelne Staaten mit dem Konzept: Wie kriege ich am meisten EU-Kohle ohne was zu machen"
Lügen und täuschen können nicht nur die Griechen, auch die Deutschen waren Griechen und deren "Gott" Horst Köhler sagte in der Euro-Euphorie: "Es wird nicht sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen". Heute plädiert der gleiche Herr wortreich für die Rettung des Pleitestaats am Mittelmeer. Man kann die Deutschen für ihre Gelassenheit nur bewundern. Was den Deutschen jetzt noch fehlt, ist eine Blochersche SVP! Dann geht"s erst richtig los. Denn die würde sich mit der SPD verbünden und dann ist fertig lustig! Die EU würde zu einer richtigen Demokratie umgebaut werden. Das Volk müsste gefragt werden, wollt ihr die Griechen Pleite gehen lassen" Oder wie oder was"

Ich schreibe das, weil ich vermeiden will, dass der Euro-Schock am Ende das heraufbeschwört, was er verhindern wollte: Nationalistentum! Ich schreibe das, weil wir gern für die Griechen, die Deutschen, die Franzosen, die Italiener, die Spanier, die Portugiesen und alle anderen EU-Staaten übersetzen. Ich schreibe das, weil ich hoffe, dass sich das EU-Drama wenigstens heilsam auf die Völkerverständigung auswirkt, indem man endlich mal Klartext redet und jeder den Finger rausnimmt.

Steckt nicht doch ein bisschen Grieche in jedem von uns drin? Apropos übersetzen: Traduttore traditore, sagen ja auch die Italiener: Der Übersetzer ist ein Betrüger. Die USG wünscht allen Lesern einen schönen Urlaub am Mittelmeer. Ansonsten gibt es ja auch noch die Ost- und die Nordsee " nur ist es dort etwas kälter.


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